Banner, Anzeigen, Plakate, Werbespots … das ist Marketing … oder?

Und was ist dann Werbung?

Tatsächlich haben beide Wörter eine Schnittmenge, auch wenn sie nicht das gleiche beschreiben.

Genauer gesagt ist das, was wir normalerweise unter Werbung verstehen, teil des sog. Marketing-Mix, aber dazu später mehr.

Marketing leitet sich von dem englischen Begriff „Market“ ab, also dem Ort an dem sich Angebot und Nachfrage treffen.

Aus dieser Herleitung ergibt der Grundgedanke des Marketings, nämlich: die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes.

Welches Ausmaß diese Ausrichtung mit sich bringt, ergibt sich aus einer der bekanntesten Definitionen für Marketing, nach Manfred Bruhn. Demnach ist Marketing eine unternehmerische Denkhaltung, die sich in der Analyse, Planung, Umsetzung und Kontrolle sämtlicher interner und externer Unternehmensaktivitäten konkretisiert.

Somit kann man Marketing also durchaus als ein ganzheitliches Konzept verstehen, in dem viele Maßnahmen in einander greifen.

Der bereits angesprochene Marketing-Mix, auch als die 4 P bekannt, fasst dabei die möglichen Instrumente, und Aktivitäten zusammen.


Produktpolitik

Hier wird über die einzelnen Leistungen des Unternehmens entschieden:

  • Was wird angeboten?
    • Gebrauchs- oder Verbrauchsgüter
    • Dienstleistungen
    • Energieleistungen
  • Wie werden die Produkte zusammengestellt?
  • Was ist das Sortiment?
  • Welche Qualität?
  • Welcher Service gehört dazu?
  • Zusatzservice?
  • Verpackung?
  • Welche Angebotsbreite und welche Angebotstiefe? (Schlecker oder Spezialist?)

Kommunikationspolitik:

Hier kommen wir wieder zu „Banner, Anzeigen, Plakaten und Werbespots“. denn die Kommunikationspolitik meint nichts anderes als die Maßnahmen die wir nutzen, um potenzielle Kunden zu kommunizieren, dass es uns gibt und was wir zu bieten haben, kurz gesagt: Werbung.

  • Werbung
  • Verkaufsförderungsmaßnahmen
  • Public Relations Aktivitäten (Öffentlichkeitsarbeit)
  • Kommunikation im Zusammenhang mit dem persönlichen Verkauf und dem Telefonverkauf
  • Sponsoring
  • Messen
  • Veranstaltungen
  • Merchandising und Mitarbeiterbranding (dazu informieren wir dich hier gerne weiter)

Distributionspolitik

Und wie kommt die Ware jetzt zum Kunden?

Mit Distributions- oder Vertriebspolitik werden alle Entscheidungen und Handlungen gemeint, die im Zusammenhang mit dem Weg eines Produktes oder einer Dienstleistung vom Anbieter zum Endverbraucher stehen.

  • klassische Verkaufsstätte und oder Online-Handel
  • direkte Lieferung zum Kunden
  • Zwischenlager
  • Zwischenhändler
  • Direktvertrieb
  • Download

Preispolitik

Und was darf es kosten?

Hier setzen wir uns damit auseinander, für welchen Preis das Produkt am Markt angeboten und abgesetzt wird.

  • mögliche Rabatte
    • Mengenrabatt
    • Saisonale Kurven
  • Lieferungsbedingungen
  • Kredit- und Zahlungsbedingungen
  •  Hinzu kommen Maßnahmen zur Durchsetzung von preispolitischen Zielen am Markt.

Der Preis richtet sich immer nach dem Markt also nach:

  • Anbieter
  • Nachfrager
  •  Wettbewerber
  • und nach den internen Kosten

Marktforschung

Bevor man diese Maßnahmen beschließen und ergreifen kann, ist es wichtig den Markt, um den sich hier alles dreht, auch genau zu kennen. Und dafür dient uns die Marktforschung.

Darunter verstehen wir eine, bestenfalls empirische und systematische, Erhebung von Marktdaten, mit dem Ziel alle relevanten Daten über unsere Märkte zu erfahren.

  • Beschaffungsmarkt
  • Anzahl Konkurrenten
  • Eigene Marktanteile
  • Volumen des Marktes
  • Marktwachstum
  • Marktleader
  • Anzahl der Konkurrenten
  • Markteintrittsbarrieren
  • Politische Einflüsse

Aber Vorsicht! Marketing befasst sich nicht immer mittelbar mit dem Absatz von Produkten. Warum das so ist erklären wir euch in einem späteren Beitrag.