Unternehmen die erfolgreich und durchsetzungsstark ggü. Wettbewerbern sein wollen, benötigen dafür die richtigen Mitarbeiter.

In Zeiten des Fachkräftemangels wird es jedoch nicht unbedingt leichter diese zu finden. Sinkende Geburtenraten und ständig steigende Anforderungen an Arbeitskräfte haben sich zu einem ernstzunehmenden Gegner aller Unternehmer und insb. deren Personaler verbündet.

Und natürlich ist man nicht der einzige der nach neuen Mitarbeitern sucht. Vielerorts findet man schon Begriffe wie „War for Talents“. Gerade in diesem Zusammenhang spielt die Attraktivität eines Unternehmens eine immer größer werdende Rolle

Es ist also kein Wunder, dass sich Personalmarketing in der Weise entwickelt hat dass es mittlerweile ganze Bücher füllt und sogar eigene Stellen in Unternehmen gebildet werden.

Aber was genau ist denn jetzt internes / Personalmarketing.

In einem unserer früheren Beiträge haben wir bereits einen Überblick über Marketing im Allgemeinen gegeben. Dort stand der Fokus unmittelbar auf den Absatz von Produkten, wurde aber bereits als ganzheitlicher unternehmerischer Ansatz erläutert.

Personalmarketing geht dabei einen ganzen Schritt weiter. Weil es erkennt, dass der wesentliche Erfolgsfaktor das Personal des Unternehmens ist.

  • Was bringt es mir, wenn die Produktpolitik eine hohe Qualität beschließt, ich diese aber nicht produzieren kann?
  • Was bringt es mir, wenn die Absatz- und Preispolitik auf hohe Mengen ausgelegt sind, meine Mitarbeiter aber einfach zu langsam sind oder ich zu wenig davon habe?

Personalmarketing wendet deshalb den Gedanken des Marketings auf den Personalbereich. Das Unternehmen soll auf die Bedürfnisse des Mitarbeiters ausgerichtet werden!

Mitarbeiter werden dabei weniger als „Ressource“ gesehen, sondern vielmehr als „Kunde“, den es von Seiten des Arbeitgebers zu überzeugen, zu motivieren und langfristig zu binden gilt.

Man unterscheidet bereits zwischen intern und extern:

  • Intern: an aktuelle Mitarbeiter gerichtet
  • Extern: an potentielle zukünftige Mitarbeiter gerichtet

Ziele

  • Arbeitgeberattraktivität steigern
  • Unternehmen positiv als Marke gegenüber Mitbewerbern darstellen
  • Verknüpfung mit der Unternehmensmarke (Stichwort Employer Branding)
  • Positives Arbeitgeberimage
  • Bekanntheitsgrad
  • Ausreichend Bewerberpotential sicherstellen um
  • Freie Stellen überhaupt und zeitnah sicherzustellen
  • Recruitingkosten senken
  • Gewinnung neuer Mitarbeiter
  • Bei geeigneten Bewerbern als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden
  • positive Alleinstellungsmerkmale kommunizieren
  • Geeignete Initiativbewerbungen
  • Commitment und Loyalität gegenüber dem Unternehmen steigern
  • Fluktuationsrate im Unternehmen senken
  • Pool von potentiellen Nachwuchs-Führungskräften aufbauen (Goldfischteich)
  • vorhandene Mitarbeiter (emotional) an das Unternehmen zu binden
  • Wechselbereitschaft verringern

Je zufriedener die Angestellten mit ihrem Arbeitgeber sind, umso eher bleiben sie ihm treu. So soll auch sichergestellt werden, dass es einen stabilen Anteil an potentiellen Nachwuchs-Führungskräften im Unternehmen gibt.

Maßnahmen?

  • Imagekampagnen
  • Recruiting
  • Onboarding
  • Arbeitsplatzgestaltung
  • Arbeitsgestaltungsmaßnahmen
  • Mitarbeiterbindung
  • Professionelle Betreuung
  • gezielte Incentives
    • materielle Belohnungen
    • immaterielle Anreize wie ein einfaches Lob
  • Entwicklungsmöglichkeiten
  • Karrieremöglichkeiten
  • Employer Branding, z.B.: durch eigenes Merchandise